Feuerwehr-Laufkarten

Wird Ihr Betrieb durch eine Brandmeldeanlage geschützt?
Wir erstellen Feuerwehr-Laufkarten gemäß DIN 14675

In vielen Betrieben sind zur frühzeitigen Branderkennung und Alarmierung der Feuerwehr automatische Brandmeldeanlagen installiert.

Um jeden Melder einer solchen Anlage zweifelsfrei identifizieren zu können, besitzen diese eine unverwechselbare Kennung. Mehrere Melder werden zu sog. Meldergruppen zusammengefasst. Je nach Betriebsgröße und Erfordernissen können das zig Gruppen mit insgesamt hunderte von Meldern sein. 
Im Alarmfall wird den Einsatzkräften der Feuerwehr die Kennung des ausgelösten Melders an der Brandmeldezentrale (BMZ)  und/oder dem Feuerwehranzeigetableau (FAT) angezeigt.

Aber wo genau befindet sich jetzt z.B. der Melder 33/2?
Im 2. Obergeschoss…, im Keller…, unsichtbar in einer Zwischendecke…?
Und wie gelangt man überhaupt dorthin?

Eine aufwendige und zeitraubende Suche mit ihren potenziellen Folgen wäre jetzt erforderlich.

Da Brandmeldeanlagen frühzeitig und hochsensibel auf die zu detektierenden Kenngrößen reagieren, muss der Auslösegrund keineswegs immer äußerlich erkennbar sein (z.B. Rauch aus einem Fenster).

Genau diese Lücken schließen Feuerwehr-Laufkarten.

In der Regel wird an der Brandmeldezentrale ein Ordner/Register hinterlegt, in dem für jede Meldergruppe eine entsprechende Feuerwehr-Laufkarte vorhanden ist. Auf deren Vorderseite wird, ähnlich einem Übersichtsplan beim Feuerwehrplan nach DIN 14095, das Gesamtobjekt dargestellt. Ausgehend vom Hinterlegungsort der Feuerwehr-Laufkarten zeigen Pfeile und Kennzeichen dem Einsatzleiter den entsprechenden Weg zum Überwachungsbereich der Meldergruppe. Auf der Rückseite wird der detaillierte Überwachungsbereich, hier ähnlich eines Geschossplanes im Feuerwehrplan nach DIN 14095, sowie die Melder im Einzelnen dargestellt.

Parallel dazu kann der Einsatzleiter die Laufkarten als Hilfsmittel zur Lagebeurteilung einsetzen und z.B. folgende Fragen klären:

  • Um welche Melderart handelt es sich (z.B. Rauch-, Flammen-, Wärme-, Handdruckmelder)?
  • Welche Betriebsbereiche sind potentiell gefährdet?
  • Wo muss  ggf. evakuiert werden?
  • Sind Rauch- und Wärmeabzugsanlagen vorhanden und wo werden sie aktiviert?
  • Welche Zufahrt sollten nachrückende Einsatzkräfte sinnvollerweise nutzen?

Ein weiterer Sinn liegt darin, dass die Einsatzkräfte sich eigenständig und unabhängig von Betriebspersonal in einem für sie ggf. unbekannten Gebäude orientieren können.

Um eine Einheitlichkeit zu gewährleisten müssen Feuerwehr-Laufkarten der DIN 14675 entsprechen. Um im Ernstfall einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, empfiehlt sich spätestens nach größeren Umbauarbeiten eine Aktualisierung der Laufkarten.

Wichtiger Hinweis:

Feuerwehr-Laufkarten nach DIN 14675 und Feuerwehrpläne nach DIN 14095 sind sich optisch und inhaltlich ähnlich. Das eine kann das andere jedoch nicht ersetzen!